Gemeinsam mit Mitgliedern der Europa-Union Freiburg erlebten die Lörracher am 10. Juli 2025 einen hochinteressanten, beeindruckenden Nachmittag im ISL, dem deutsch-französischen Forschungsinstitut für Verteidigung und Sicherheit im elsässischen Saint-Louis. Dabei konnten wir uns vom einzigartigen wissenschaftlichen Know-how am ISL überzeugen. 400 Menschen arbeiten hier. Die Forschungsteams bestehen zu 60 % aus jungen Wissenschaftlern und Ingenieuren. Die wissenschaftlichen Gruppen betreuen rund 40 Doktoranden. Das Institut wird vom Bundesministerium der Verteidigung und der Agence de I’Innovation de Dé-fense (AID) der Französischen Republik gemeinsam betrieben.

Der stellvertretende deutsche Direktor Prof. Dr. Bernd Fischer begrüßte uns sehr herzlich und informierte zunächst über die Ursprünge des Forschungssitzes sowie die Entwicklungen der Forschungsaktivitäten von 1945 bis heute. Nach einer kurzen Stärkung mit Erfrischungsgetränken, Kaffee und Kuchen startete unser Laborrundgang mit Einblicken in vier verschiedene Forschungsbereiche: Windkanal – Untersuchung des aerodynamischen Verhaltens von Flugobjekten, Railgun – Geschossbeschleunigung durch elektrische Energie, Akustikschutz des Soldaten, Bildgebungstechnologie – Look around the Corner.

Bereits im Sommer 1945 zogen deutsche Wissenschaftler nach Weil am Rhein, um in dem zunächst nur als Provisorium angedachten Forschungsinstitut in Saint-Louis für die französische Regierung zu arbeiten. Der etwa 20-minütige Transport von der deutschen Seite zum Arbeitsort in Saint-Louis erfolgte damals in einem verplombten Bus. Gegründet wurde das ISL in seiner binationalen Form über ein deutsch-französisches Abkommen, das am 31. März 1958 unterzeichnet und am 17. Juni 1959 ratifiziert wurde. Wir danken sehr herzlich für die Gastfreundschaft und spannenden Laboreinblicke. Und wünschen dem ISL weiterhin äußerst erfolgreiche Ideen in der Verteidigungs- und Sicherheitsforschung! Infos: https://www.isl.eu.

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